JCP Technology to Market · seit 1986

Konsortialarchitekt

Internationale Partner in europäische Forschungsprojekte einbinden

JCP unterstützt Unternehmen, Hochschulen und Forschungsinstitute aus China, Indien, den Golfstaaten und Afrika bei der Prüfung, ob und wie sie zu einem europäischen Forschungsprojekt beitragen können. Wir klären den anwendbaren Teilnahme- und Finanzierungsweg, erstellen ein Partnerprofil, identifizieren relevante Koordinatoren und helfen, eine nützliche und realistisch lieferbare Rolle zu definieren. Jede Beurteilung erfolgt auf Ebene der konkreten Ausschreibung; über Teilnahme und Finanzierung entscheiden das Konsortium und die Förderstelle.

Schweiz an Horizon Europe assoziiert, wirksam ab 1. Januar 2025 Seit 2006 vertreten wir ausländische Unternehmen in Europa
Karte: Korridore von China, Indien, der Golfregion und Nordafrika in die Schweiz und den europäischen Forschungsraum.

Die Chance

Die europäische Forschung ist weltoffen – nach klaren Regeln.

Viele Organisationen ausserhalb der EU können sich an Horizon Europe beteiligen, doch Teilnahmeberechtigung, Rolle und Finanzierung hängen von der Massnahme, der Ausschreibung, dem Land sowie von Eigentum oder Kontrolle ab. Dies bereits vor der Ausarbeitung des Antrags zu klären, ist die Aufgabe eines Konsortialarchitekten.

2025Schweiz an Horizon Europe assoziiert, rückwirkend ab 1. Januar
605 Mio. €Afrika-Initiative IV von Horizon Europe, rund 30 Ausschreibungen 2026–2027
33afrikanische Länder in Global Health EDCTP3, dem die Schweiz als Mitglied angehört
4Für EU-Fördermittel in Frage kommende nordafrikanische Länder: Ägypten und Tunesien als assoziierte Länder, Marokko und Algerien automatisch

Regelungen nach Region

Was gilt für Ihre Organisation?

Stand der Prüfung: 5. Oktober 2026. Die Regeln ändern sich mit jedem Arbeitsprogramm; wir prüfen sie bei jeder Ausschreibung erneut.

China

Grundsätzlich nicht teilnahmeberechtigt an Forschungs- und Innovationsmassnahmen

  • Gemäss dem Arbeitsprogramm 2026–2027 von Horizon Europe sind in China niedergelassene Rechtsträger grundsätzlich nicht berechtigt, an Innovationsmassnahmen (IA) oder an Forschungs- und Innovationsmassnahmen (RIA) teilzunehmen, sofern das anwendbare Arbeitsprogramm oder die Ausschreibung nicht ausdrücklich etwas anderes vorsieht.
  • Einige Ausschreibungen zu kritischen Technologien schränken zudem die Teilnahme von Rechtsträgern ein, die in an sich teilnahmeberechtigten Ländern niedergelassen sind, aber direkt oder indirekt von China aus kontrolliert werden. Universitäten mit Verbindung zum chinesischen Ministerium für Industrie und Informationstechnologie unterliegen einem zusätzlichen Ausschluss.
  • Wo ein Thema ausdrücklich geöffnet ist, werden chinesische Teilnehmer nicht automatisch finanziert; das chinesische Wissenschaftsministerium hat seine Teilnehmer in ausgewählten Bereichen kofinanziert.
  • Schweiz und China: Wissenschafts- und Technologieabkommen seit 1989 und eine «Innovative Strategische Partnerschaft» seit 2016; swissnex in Shanghai.

Die Rolle von JCP: Prüfung für jede Ausschreibung, ob ein Thema ausdrücklich offen ist und ob eine Beteiligung als assoziierter Partner mit eigenen Mitteln möglich ist. Jede Möglichkeit wird auf Ebene der Ausschreibung geprüft.

Indien

Kofinanzierung für ausgewählte Themen, Assoziierung in Verhandlung

  • Keine automatische Förderung; indische Ministerien kofinanzieren ihre Teilnehmer bei ausgewählten Themen, beispielsweise das Ministerium für Schwerindustrie im Jahr 2026. Der EU-Indien-Handels- und Technologierat führt kofinanzierte Ausschreibungen zu grünen Technologien durch.
  • Die formellen Verhandlungen über Indiens Assoziierung an Horizon Europe wurden am 17. Juli 2026 aufgenommen, mit dem erklärten Ziel, sie vor Ende 2026 abzuschliessen und die Assoziierung ab 2027 wirksam werden zu lassen. Bis die Assoziierung gilt, sind Teilnahme und Finanzierung nach den geltenden Regelungen für Drittländer und den Bestimmungen der jeweiligen Ausschreibung zu beurteilen.
  • Schweiz und Indien: Wissenschafts- und Technologieabkommen seit 2003, mehr als 300 gemeinsame SNF-Projekte seit 2016, swissnex in Bengaluru; EFTA–Indien-Handelsabkommen in Kraft seit dem 1. Oktober 2025.

Die Rolle von JCP: Identifikation von Themen mit indischer Kofinanzierung, Erstellung des Partnerprofils und Ansprache der Koordinatoren relevanter Ausschreibungen.

Golfstaaten

Eigene Finanzierung, neue strategische Partnerschaften mit der EU

  • Kein Golfstaat ist assoziiert oder wird automatisch gefördert; Organisationen aus der Region beteiligen sich mit eigenen Mitteln, häufig als assoziierte Partner.
  • Die EU verhandelt derzeit mit den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar und Bahrain über strategische Partnerschaftsabkommen im Bereich Forschung und Innovation; Kuwait und Oman haben zugestimmt, die Verhandlungen aufzunehmen.
  • Das Freihandelsabkommen zwischen der EFTA und dem Golf-Kooperationsrat (GCC) ist seit 2014 in Kraft; Leading House des Bundes für den Nahen Osten und Nordafrika (MENA) an der HES-SO.

Die Rolle von JCP: Präsentation von Unternehmen und Institutionen aus den Golfstaaten als Partner, die Daten, Testanlagen, Märkte oder Kofinanzierung einbringen, und Unterstützung bei der Definition einer Rolle, die das Konsortium benötigt.

Afrika

Der umfassendste Zugang zu EU-Fördermitteln ausserhalb Europas

  • Ägypten und Tunesien sind an Horizon Europe assoziiert; Marokko und Algerien werden automatisch gefördert; alle diese Länder nehmen an der PRIMA-Mittelmeerpartnerschaft teil oder treten ihr bei.
  • Südafrika, Kenia, Nigeria, Ghana, Senegal, Ruanda und Äthiopien werden automatisch gefördert; Südafrika leistet zusätzlich eine nationale Kofinanzierung und kann EDCTP3-Projekte koordinieren.
  • Afrika-Initiative IV: rund 30 Ausschreibungen und 605 Mio. € im Zeitraum 2026–2027; Wissenschaftsabkommen zwischen der EU und Nigeria wird seit Februar 2026 verhandelt.

Die Rolle von JCP: Unterstützung von Konsortien dabei, europäische und afrikanische Partner von Beginn an einzubinden, damit die afrikanische Beteiligung finanziert und substanziell ist.

Quellen: Horizon Europe 2026–2027, General Annexes; Europäische Kommission, Schweiz und Indien. Stand der Prüfung: 5. Oktober 2026.

Wege in ein Projekt

Mögliche Teilnahmewege

Welcher Weg gilt, legen das Programm und die Ausschreibung fest, nie eine Präferenz.

Begünstigter (Beneficiary)

Ein Teilnehmer, der der Finanzhilfevereinbarung beitritt und Fördermittel erhalten kann, sofern Programm und Ausschreibung dies zulassen.

Assoziierter Partner

Ein namentlich genannter Projektteilnehmer, der definierte Arbeiten ausführt, ohne den EU-Beitrag zu erhalten.

Nationale oder andere Kofinanzierung

Eine Teilnahme, die über ein nationales Programm oder aus eigenen Mitteln der Organisation finanziert wird, sofern die Ausschreibung dies zulässt.

Niedergelassene europäische oder Schweizer Gesellschaft

Eine tatsächlich operativ tätige Gesellschaft kann nach den lokalen Regeln teilnahmeberechtigt sein, muss aber die Arbeiten selbst ausführen und die Anforderungen an Eigentum, Kontrolle und operative Kapazität erfüllen. Sie ist kein Mittel zur Umgehung von Beschränkungen.

Aufnahme in ein laufendes Projekt

Nur möglich, wenn das Konsortium einen begründeten Bedarf hat und die Förderstelle eine Änderung der Finanzhilfevereinbarung genehmigt.

Offene Ausschreibung eines Projekts

Einige geförderte Projekte führen offene Ausschreibungen für Dritte durch; jede dieser Ausschreibungen legt ihre eigenen geografischen Vorgaben, Finanzierungsbedingungen und Teilnahmeberechtigungen fest.

Vorgehensweise

So arbeiten wir

  1. Prüfung pro AusschreibungTeilnahme- und Finanzierungsweg, Eigentum und Kontrolle, Informationen zu Sanktionen und Exportkontrolle.
  2. PartnerangebotWas Ihre Organisation in ein Projekt einbringt, in der Sprache des Koordinators.
  3. Gezielte Ansprache von KoordinatorenEine priorisierte Liste von Koordinatoren; Vorstellung, wo gegenseitiges Interesse bestätigt ist.
  4. Gestaltung von Rolle, Aufwand und FinanzierungEine nützliche und realistisch lieferbare Rolle, besprochen mit dem Koordinator.
  5. Dokumentation und Unterstützung bei der UmsetzungRegistrierung im Portal, Schreiben, Fragen zur Konsortialvereinbarung, Unterstützung bei der Berichterstattung.

Warum ein Schweizer Konsortialarchitekt?

Eine neutrale Basis innerhalb des europäischen Forschungsraums

  • Die Schweiz wurde am 10. November 2025 offiziell an Horizon Europe assoziiert, rückwirkend ab dem 1. Januar 2025. Die Schweizer Beteiligung bleibt an die Bedingungen der jeweiligen Ausschreibung gebunden, einschliesslich allfälliger besonderer Einschränkungen.
  • Die Schweiz unterhält eigene Wissenschafts- und Technologieabkommen mit China (1989), Indien (2003) und Südafrika (2007) sowie Wissenschaftsattachés in Peking, Neu-Delhi, Nairobi und Pretoria.
  • JCP vertritt seit 2006 ausländische Unternehmen in Europa und arbeitet auf Englisch, Französisch und Deutsch.

Compliance

Vorher geprüft, nicht nachher

Die Prüfung umfasst die anwendbaren Programmregeln sowie öffentlich verfügbare Informationen zu Sanktionen, zu Eigentum und Kontrolle und zur Exportkontrolle. Rechtliche Gutachten sowie Stellungnahmen zu Sanktionen und Exportkontrolle werden ausschliesslich von qualifizierten Fachleuten erstellt.

  • Sanktionslisten der EU, der Schweiz und der USA, einschliesslich Eigentums- und Kontrollverhältnissen
  • Exportkontrollvorschriften für Güter und Technologien mit doppeltem Verwendungszweck, einschliesslich des Transfers von Know-how
  • Beschränkungen zu Eigentum und Kontrolle bei strategischen Ausschreibungen von Horizon Europe

Eine europäische oder Schweizer Tochtergesellschaft ist kein Mittel zur Umgehung von Programmbeschränkungen. Sie muss eine tatsächlich operativ tätige Gesellschaft sein, die Projektarbeit selbst ausführen und die Anforderungen an Teilnahmeberechtigung, Eigentum und Kontrolle erfüllen.

Im Konsortium selbst

Wie JCP beitragen kann

Als teilnahmeberechtigte Schweizer Organisation kann JCP grundsätzlich teilnehmen, wo die Ausschreibung, die Rolle im Konsortium und die operative Kapazität dies rechtfertigen, zum Beispiel mit einer klar abgegrenzten Aufgabe in Marktvalidierung, Kommunikation, Verbreitung oder Verwertung. Rolle, Aufwand und die Beziehung zu einem allfälligen verbundenen Unternehmen werden offengelegt und separat kalkuliert.

JCP hat in einem Horizon-Europe-Projekt noch kein Arbeitspaket geleitet. Ist JCP Teilnehmer eines Projekts, tritt das Unternehmen nicht als bezahlter Berater für dasselbe Projekt auf.

Unsere Verpflichtungen

Klare Konditionen

  • Im Voraus vereinbarte Festhonorare; etwaige Erfolgshonorare sind optional, moderat und werden schriftlich vereinbart
  • Keine Klauseln zu geistigem Eigentum, Kapitalbeteiligung oder Exklusivität in unseren Beratungsverträgen
  • Beratung bei der Antragsentwicklung wird nicht über eine Förderung abgerechnet. Arbeiten nach Unterzeichnung der Finanzhilfevereinbarung werden nur verrechnet, wenn es sich um eine förderfähige, dokumentierte Projektaufgabe gemäss der anwendbaren Vereinbarung handelt.
  • Keine Zusage von Teilnahme oder Finanzierung: Konsortien und Evaluierende entscheiden unabhängig, und das sagen wir auch
  • Die Vertragsgrundsätze von JCP orientieren sich an den Grundsätzen zu Transparenz und Kundenschutz im Verhaltenskodex des EIC Board für Berater